Sonntag, 15. Juli 2007

19" Network-Attached-Storage: Allnet ALL6700 (Teil 1)

Einleitung und Anforderungen:
In der letzten Zeit stand in der Firma, in der ich derzeit arbeite, die Erweiterung von Backup-Kapazitäten an. Da es sich hier nicht um sehr kritische Daten handelt konnte und wollte man auf eine festplattenbasierte Lösung als Alternative zur rotierenden Bandsicherung zurückgreifen. Ich wurde damit beauftragt eine kostengünstige und zuverlässige Lösung zu finden. Der erste Teil schien noch lösbar zu sein, aber wie lässt sich der Kostenfaktor mit Sicherheit und Zuverlässigkeit verbinden. Die Speicherkapazität sollte mindestens 2 Terabyte betragen.
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Markt und Preise:
Die ersten Recherchen bei großen Anbietern von Speicherlösungen ließen auf Preise im Bereich ab 3000€ schließen. In diesem Preissegment bin ich auf unterschiedliche Produkte zur Lösung des Problems gestoßen. Zum einen sind hier schon günstige SAS-Lösungen zu haben und zum anderen NAS-Systeme. Da alle Server derzeit ausgelastet sind und wir keinen eigenen Server zur Anbindung eines SAS-Systems zur Verfügung haben, ist die Wahl auf ein NAS-System gefallen. Der Preis schien jedoch nicht akzeptabel zu sein.
Im Moment findet man in PC-Zeitschriften des öfteren Anzeigen für kleine NAS-Systeme für den SOHO-Bereich. Preislich liegen diese Systeme meistens unter 1000€. Leider bieten sie aufgrund eingeschränkter Netzwerkperformance keine Lösung für die Backuperweiterung. Das Fehlen der Möglichkeit die meisten SOHO-Geräte in eine Windows-Domäne einzubinden veranlasste mich weiter zu suchen.

Das Allnet ALL6700:
Bei meinem Recherchen im Bereich der SOHO-Systeme bin ich dann auf ein Gerät von Allnet gestoßen. Das NAS bietet Platz für 4 S-ATA- Festplatten, verfügt über 2 Gigabit-Ethernet-Ports, sowie die Möglichkeit der Anbindung an eine Windows- Domäne. Vor allem aber schien mir der Preis äußerst attraktiv. 1367€ für das Leergehäuse liegen weit unter dem Preis von ähnlichen Systemen anderer Hersteller.
Also wurde das Gerät bestellt und zusätzlich vier Samsung HD501LJ mit je 500GB Kapazität. So sollten uns dann also maximal 2 Terabyte an Speicherplatz zur Verfügung stehen.

Lieferumfang und Installation:
Letzte Woche trafen dann das 19" Gehäuse und die Festplatten ein. Im Lieferumfang befanden sich zusätzlich zum Gerät ein Patchkabel, ein Kaltgeräte-Netzkabel sowie eine gedruckte Kurzanleitung und eine CD mit dem Handbuch und einem Konfigurationstool. Die Installation der Festplatten ging dank der Wechselrahmen ohne Probleme vonstatten und dauerte ungefähr eine halbe Stunde. Der Anschluss des Geräts an das lokale Netzwerk stellte ebenfalls kein großes Hindernis dar. Einziges Manko war hier, dass die Netzwerkbuchsen an der Rückseite des Gerätes nicht beschriftet waren und man daher nicht weiß wie die Karte konfiguriert ist, die das Gerät mit dem Netz verbindet.
Nachdem das Gerät physikalisch mit dem Netzwerk verbunden ist, lässt es sich mit dem mitgelieferten Konfigurationstool aufspüren und für den ersten Gebrauch konfigurieren. Leider kam hier abermals das Problem mit der fehlenden Beschriftung der Ports zum Tragen, so musste ich durch testen herausfinden, welchen Port ich nun konfigurieren sollte.

Konfiguration:
Sofern die Konfiguration über das Tool erfolgreich war und man das Administrator-Passwort neu gesetzt hat, kann man sich jetzt per Weboberfläche am NAS anmelden und dort die letzten Einstellungen vornehmen. Hier werden nun noch das RAID-Level, sowie die verfügbaren Dienste ausgewählt. Das ALL6700 ermöglicht die RAID-Level 0,1,5,6,10 sowie JBOD. Wir haben uns für ein RAID 5 entschieden, da es für uns genügend Sicherheit bietet und 1,5 Terabyte für uns ausreichend sind. Die Konfiguration des RAID's war innerhalb von 5 Minuten erledigt, das interne Anlegen RAID's dauerte jedoch mehr als 5 Stunden. Die Dienste FTP, NFS, AFP und File-Webaccess haben wir deaktiviert, da sie für uns nicht relevant sind und für sie nur zusätzlicher Administrationsaufwand nötig ist. Die Erreichbarkeit wird nun nur noch über CIFS/SMB gewährleistet und die Benutzerauthetifizierung wurde über die Domäne realisiert. Die Möglichkeit die Benutzerverwaltung des NAS zu nutzen haben wir nicht in Erwägung gezogen, da auch hier ein zusätzlicher Verwaltungsaufwand nötig wäre.
Alles in Allem ging die Integration des Gerätes schnell von statten und wir konnten problemlos die im Netzwerk verfügbare Speicherkapazität erhöhen.

Im zweiten Teil dieses Artikels werde ich dann auf Leistungsaspekte und weitere Details des Gerätes eingehen.

Weitere Informationen zum Gerät:
Allnet:

http://www.allnet.de/product_info_allnet.php?cPath=_&products_id=100106
Thecus (baugleiches Gerät):

http://www.thecus.com/products_over.php?cid=1&pid=26

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Da bin ich ja mal auf den nächsten Eintrag gespannt.
Die Werbeagentur, bei der ich momentan grad arbeite (du kannst dir sicher denken welche ;) ), hat mit ihrem Bandlaufwerk momentan nur Probleme^^